Traurig - aber wahr?
Von Jürgen Dieter Ueckert
So
ist es – traurig, aber wahr. Wir Menschen werden mit Schmerzen auf die
Welt geworfen. Dabei sind wir allein - wir wissen nicht, wer und wo wir
sind. Und wenn wir sterben - dann sind wir völlig allein. Wir betreten
diese Erde hilflos - und verlassen sie wieder ganz einsam. Niemand weiß
woher und wohin.
Der Himmel auf Erden – das könnten
Begegnungen mit anderen Menschen sein - wenn wir wollen. Oder eine Hölle
- ein Jammertal. Siehe Flugzeugunglücke, Terroranschläge, Kriege.
Wenn
es einen Gott gibt, dann hatte er uns die Ahnung vom Himmel auf Erden
gegeben – die Liebe. Wenn wir als Menschen mit zwei „ich“ zu einem „wir“
verschmelzen - für eine begrenzte Zeit; dann ist diese Liebe mehr als
nur Sex - aber auch das. Eben: Die Liebe ist das Schöne und Beglückende
auf Erden.
Einfach gesagt - zwischen Geburt und Tod -
zwischen Plus und Minus haben wir eine große Sehnsucht: „Ich bin, aber
ich habe mich nicht - deshalb werden wir erst.“ (Ernst Bloch)
Allerdings
– beim Gefühl ist es wie beim Verstand. Wenn wir mit unseren Phantasien
zu stark an den Himmel stoßen, dann stürzen wir ab – wie Ikarus. Denn
Erkenntnis und Wahrheit sind eine gleißende Sonne, in der sich nur ein
Gott wohlfühlen und leben kann.
Seit der Aufklärung
wissen wir: Menschen dürfen maximal streben - streben zur Wahrheit und
Erkenntnis. Wie einst Sysyphus, der den Stein offenbar immer sinnlos den
Berg hochrollt. Wir dürfen denken - aber mit unseren Flügeln dürfen wir
nicht zu nahe an die gleißende Sonne kommen. Sonst verschmelzen wir im
Licht der Vernunft, das uns in seiner Absolutheit verglühen läßt.
So ist es - ist es so?
25.06.2009
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