Sonntag, 16. Februar 2014

Liebe im Himmel oder auf Erden

Traurig - aber wahr?

Von Jürgen Dieter Ueckert

So ist es – traurig, aber wahr. Wir Menschen werden mit Schmerzen auf die Welt geworfen. Dabei sind wir allein - wir wissen nicht, wer und wo wir sind. Und wenn wir sterben - dann sind wir völlig allein. Wir betreten diese Erde hilflos - und verlassen sie wieder ganz einsam. Niemand weiß woher und wohin.

Der Himmel auf Erden – das könnten Begegnungen mit anderen Menschen sein - wenn wir wollen. Oder eine Hölle - ein Jammertal. Siehe Flugzeugunglücke, Terroranschläge, Kriege.

Wenn es einen Gott gibt, dann hatte er uns die Ahnung vom Himmel auf Erden gegeben – die Liebe. Wenn wir als Menschen mit zwei „ich“ zu einem „wir“ verschmelzen - für eine begrenzte Zeit; dann ist diese Liebe mehr als nur Sex - aber auch das. Eben: Die Liebe ist das Schöne und Beglückende auf Erden.

Einfach gesagt - zwischen Geburt und Tod - zwischen Plus und Minus haben wir eine große Sehnsucht: „Ich bin, aber ich habe mich nicht - deshalb werden wir erst.“ (Ernst Bloch)

Allerdings – beim Gefühl ist es wie beim Verstand. Wenn wir mit unseren Phantasien zu stark an den Himmel stoßen, dann stürzen wir ab – wie Ikarus. Denn Erkenntnis und Wahrheit sind eine gleißende Sonne, in der sich nur ein Gott wohlfühlen und leben kann.

Seit der Aufklärung wissen wir: Menschen dürfen maximal streben - streben zur Wahrheit und Erkenntnis. Wie einst Sysyphus, der den Stein offenbar immer sinnlos den Berg hochrollt. Wir dürfen denken - aber mit unseren Flügeln dürfen wir nicht zu nahe an die gleißende Sonne kommen. Sonst verschmelzen wir im Licht der Vernunft, das uns in seiner Absolutheit verglühen läßt.

So ist es - ist es so?

25.06.2009

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